Diyalog Theaterfest 2002
Zum 7. Mal
03.10.- 02.11.2002
im Ballhaus Naunynstrasse
Naunynstr 27,
10977 Berlin - Kreuzberg
und
im Hebbel Theater
Stresemannstr. 29,
10963 Berlin - Kreuzberg
Tel: +49-(0)30-2588-6647
Fax: +49-(0)30-2588-6655
Reservierungen: 030-2588-6644
eMail. diyalog.fest@berlin.de
Site: www.theater-diyalog.com
Veranstaltungskalender
Donnerstag, 03. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
Eröffnungsfeier
Unsere Gäste: Die Bezirksbürgermeisterin des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Frau Cornelia Reinauer, der Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Herr Dr. Thomas Flierl.
Die am Fest beteiligten Gruppen stellen sich vor.
Musik: Özay Fecht und Rolf Zielke Trio
Die türkische Jazzsängerin Özay Fecht ist berühmt für ihre einfühlsamen Balladen und einen ganz persönlichen Stil mit dem Erbe Billie Holidays umzugehen. Das eher Erdige mit einem Schuss Schwermut und der stets exotische Hauch der Folklore vom Bosporus machen die Besonderheit der Künstlerin aus.
Buffet: Hasır Restaurant
Freitag, 04. Oktober 2002
Samstag, 05. Oktober 2002
Jeweils 20.00 Uhr
Im Hebbel Theater
"Bu Bir Rüyadır - Das ist ein Traum" Eine Operette von Nazım Hikmet
in türkischer Sprache
Regie: Mustafa Avkıran
Musik: Cumhur Bakışkan
Bühnenbild und Kostüme: Naz Erayda
Choreografie: Övül Avkıran
Licht: Halit Akgül
Mit:
Melek Baykal
Mine Tüfekçioğlu
Funda Eskioğlu
Mutlu Güney
Mustafa Uğurlu
Atilla Şendil
Murat Karasu
Yetkin Dikinciler
Burak Şentürk
Nisan Şirinyan
Mustafa Avkıran
Gökçe Sezer, Hale Soner
und SEMİHA BERKSOY
Staatstheater Istanbul
Operet, operanın küçük kızıdır, baştan çıkmış, eğlenceli, komik kızı.
Saint-Sance'ın bu sözü her zaman operetin en iyi tanımı olmuştur.
Türkçe Operet,1884 yılından bu yana yazılmakta, bestelenmekte ve oynanmaktadır.
Nazım Hikmet, Bu Bir Rüyadır'da, kendi yerinde olmayı bir türlü kabullenmeyip, sınıf atlamaya çalışan insanları, nereden geldiği, nereye gittiği belli olmayan bir gemiye bindirir ve onların komik, eğlenceli hikayelerini anlatır.
Küçük insanların, sınıf atlama çabası içinde düştükleri komik durumları sevecen bir yumuşaklıkla dile getirir.
Sınıfsal farklılıkların ve çelişkilerin, insanları kendine, kendi yaşamlarına, dış dünyayla ilişkilerine nasıl da yabancılaştığını anlatırken, ortak bir düş gördürür oyun kahramanlarına ve ortak bir düşte buluşmaya davet eder herkesi ve operetini şu sözlerle tamamlar:
Dünya bu, rüya gibi.
Güzel rüyalar görmeye bakmalı.
"Die Operette ist die kleine, wilde, unterhaltsame und komische Tochter der Oper." Dieses Zitat von Saint-Saens bringt die Bedeutung der Operette auf den Punkt.
In der Türkei werden Operetten seit 1884 geschrieben, komponiert und aufgeführt.
Nazım Hikmets Operette "Bu Bir Rüyadır" handelt von Menschen, die, um was "Besseres" sein zu können, ein Schiff besteigen, dessen Herkunft und Ziel ungewiss sind.
Nazım Hikmet lädt jedermann ein, das Leben dieser Helden mitzuerleben und deren gemeinsamen Traum vom besseren Leben mitzuträumen. Seine Operette vollendet er mit den Worten:
Dünya bu, rüya gibi - Güzel rüya görmeye bakmalı.
So ist das Leben, wie ein Traum - Lasst uns schöne Träume träumen.
Mit freundlicher Unterstützung des Hebbel Theaters
Sonntag, 6. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
La Calaca e.V., Berlin
"Quién mató a la rumbera? Wer hat die Rumbatänzerin umgebracht?"
Regie: Mario Vázquez
Darstellerinnen: D.Ezeta, M.G.Atao, M.Mill, T. Watoro, M.Vázquez, M.Staab Poncet, J.A.Mehnert
In einer Tanz- und Theaterrevue, die sich in die Tradition des mexikanischen Volkstheaters der Dreißiger Jahre stellt, finden sich in einem offenen Theaterzelt - der Carpa - skurrile Typen zusammen: "La Rumbera" (Die Rumbatänzerin), "La Gorda" (die Dicke) und "La Pacheca" (die Coole) treffen auf echte Männer wie den unbesiegbaren Ringkämpfer "El Santo" oder "La Tira", den Polizisten. Sie blättern in ihren Lebensgeschichten und begegnen Tragik, Komik, Leidenschaft und dem ganz alltäglichen Wahnsinn.
In der Hitze der nächtlichen Rhythmen geschieht ein Mord
Dienstag, 8.Okt. / 29.Okt. 2002 um 10.30 Uhr
Sonntag, 13. Okt. /20.Okt. 2002 um 15.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Der Wolf, die Lämmer und die Geißlein"
in türkischer und deutscher Sprache
Kindertheater
Berlin Oyuncuları - Berliner Darsteller
Regie: Meray Ülgen
Musik: Hakan Sak
Darstellerinnen: M.Bozdoğan, H.Duyar, S.Polat
Im Deutschen ist das Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" der Gebrüder Grimm fast jedem Kind bekannt. Kennen die Kinder auch "Ayşe Fatma Kuzular"? Die Kinder türkischer Herkunft sicherlich.
Die Familie Geiß und die türkische Familie Schaf leben am Rande einer Stadt als Nachbarn, die sich wegen sprachlicher Probleme jedoch nicht gut verständigen können. Nun streicht der Wolf als böses Fabeltier um die Häuser. Er ist erst einmal im Vorteil. Außerdem kann er auch zaubern; z.B. kann er seine schwarzen Pfoten in weiße verwandeln. Trotz Verständigungsschwierigkeiten zwischen Mutter Geiß und Mutter Schaf gelingt es, mit Hilfe ihrer Kinder den Wolf zu überlisten.
Dienstag, 8. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Zelle 1113.Hücre"
in türkischer und deutscher Sprache
Jugendtheater
Theatergruppe: Nuance
Text und Regie: Yekta Arman
Licht und Ton: Önder Baykul
Darsteller: A.ışık, A.Kumru, Asuman ışık, A.Stammler, C.Kırcı, E.Stammler, F.Kaya, G.Türkcan, H.Kırant, M.Ergen, N.Yıldız, P.Çatal, S.Simav, S.Parlak, S.Balkır, T.Seymen, Y.Kement, Y.Mengi
Ein Frauengefängnis. Uns begegnen Frauen, die eines gemeinsam haben: sie sitzen in der Zelle ein und sind den Entscheidungen und auch der Willkür anderer ausgeliefert. Die Schriftstellerin, die Wahrsagerin, die Terroristin, die Drogenabhängige, die Frau, die in Einzelhaft ihren Verstand verlor. Wohin wird ihr Weg führen?
Mittwoch, 9. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
in deutscher Sprache
Wupper Theater
"Schädelstätte
Oder die Bekehrung der Heiligen Maria"
von Andreas Erdmann
mit Parvaneh Hamidi
Regie/Dramaturgie: Kathrin Brune
Projektleitung/Raum: Barbara Kott
Kostüm: Nadine Blum
Die Frage ist: Wer richtet hier wen und bekehrt wen? Jesus seine ungläubige Mutter oder Maria ihren übermütig gewordenen Sohn, der sich doch tatsächlich einbildet, um die Welt zu retten, gekreuzigt werden zu müssen. Um zu verhindern, dass ihr Kind stirbt, kämpft sie wie ein Tier. Der Monolog wird in den letzten Stunden vor dem Tod des Sohnes zu einem bitteren Resümee: Maria versteht seine ınteressen und Visionen nicht, hat sie vielleicht nie verstanden oder verstehen wollen.
Donnerstag, 10. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
Konzert der Band "ufermann" aus Wuppertal
Musiker: E.Ufermann/p,voc, D.Nett/sax,cl,voc.arrang, D.Geese/tp,flh,tuba, H.Eller/b,g,sax, T.Lensing/perc,voc, J.Dausend/dr
Rezitation: Vedat Erincin
In diesem Konzert trifft die Musik, die Anleihen aus dem afro-brasilianischen Musikraum, fünfhundert Jahre alte Choralmelodien und Elemente des zeitgenössischen Jazz verbindet, auf die Lyrik des Dichters Nazım Hikmet. Ein spannungsgeladenes cross-over-Projekt auf der Suche nach Wurzeln, die in die Zukunft greifen.
Freitag, 11. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
in türkischer Sprache - mit Gedichten von Nazım Hikmet in deutscher Sprache
"Nazım Hikmet´in Tiyatrosu"
Istanbul-Berlin
Eine Podiumsdiskussion über Nazım Hikmets Theater mit Zeynep Oral, Prof. Dr. Ayşegül Yüksel, Prof. Dr. Zehra Ipşiroğlu, Yılmaz Onay und Metin Tekin.
Moderation: Gültekin Emre
Musik: Dimo
Bu yıl yüz yaşına basan Türk şiirinin en çarpıcı, en yenilikçi, en özgün şairi Nazım Hikmet, şiirlerinin yanında yazdığı oyunlarla da Türk ve dünya yazınında dikkatleri üstüne çekmeye devam ediyor. O, yaşamıyla, haklı kavgasıyla ve yapıtlarıyla dünya yazınının ön sıralarında yer alıyor. Nazım Hikmet, şiirlerinde olduğu gibi oyunlarında da insanın iç dünyasına, sosyal yaşamına eğiliyor. Oyunları önemli tiyatrolarda ve pek çok ülkede seyirciyle buluştu, buluşuyor. Oyunlarında da Nazım Hikmet ezilen, horlanan insanın yanında olduğunu vurguluyor, haksızlıklara, baskılara karşı tavır alıyor, yol gösteriyor. Çünkü, o, hapisliğe ve tüm baskılara karşın yaşamayı sevdigi gibi seviyor insanları
Mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin
Samstag, 12. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
Sofya - Tanztheater-Solo
Choreografie und Tanz: Suna Göncü/Essen
In Zusammenarbeit mit dem Choreografischen Zentrum NRW
Dramaturgische Beratung: M.W.Erdmann
Videokunst: S.Schmalriede
Licht: L. Leyenecker
Musik: R.Bauschen
Kostüme: M.Koch
Bühnenbild: S.Göncü, F.Imsiepen
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist eine biografische Spaltung: ein Körper, eine Existenz aufgespannt zwischen zwei gegensätzlichen Wertsystemen und Mentalitäten; aufgerieben, angetrieben, aufgeladen zwischen den cultural patterns zweier Kulturen. Die Pole: West-Ost, Deutsch-Türkisch, Moderne-Tradition, Digital-Analog, Technik-Folklore.
In der existenziellen Mitte dieses Uneins-Seins, im Riss selber tanzen Wut und Sehnsucht. In der anarchischen Mitte dieses Zwei-Seins, auf dem windig-schmalen Grat zwischen Witz und Trotz, Lust und Gelächter, Trance und Zerstörung tanzt aber auch noch ein anderer mit, manchmal kaum sichtbar, eine Art Satyr, bockbeinig, ein meckerndes Gespenst. Dann bricht eine Erfahrung herein: Der Tanz der Derwische, das endlose, schwebende, wilde Kreisen um die eigene imaginäre Mitte. Imaginär und doch ganz wirklich; ganz subjektiv und dennoch das Zentrum des Kosmos; ganz Energie und aufgebrachte Bewegung und zugleich völlige Versunkenheit und Stille. Der stehende Sturm.
Mittwoch, 16. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
Konzert
Türkisch-Griechischer Musikabend mit Taner Akyol (Bağlama), Thymios Atzakas (Gitarre), Maria Thoidou (Gesang) und Maria Simoğlu (Gesang)
Die türkischen und griechischen Musikklänge sind sich sehr ähnlich, oft fällt es dem Zuhörer schwer, diese in ihrer Herkunft voneinander zu unterscheiden. Den vier Musikern ist es gelungen, durch die Melange von türkischen und griechischen Klängen Brücken zu schlagen zwischen früheren und zeitgenössischen Liedern.
Donnerstag, 17. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
Pantomime von und mit Hiroyasu Sasaki Japan
Hiroyasu Sasaki blickt zurück auf 42 Jahre Beschäftigung mit Pantomime. Nach seinem Studium der Pantomime und des modernen Tanzes in Japan und der Mitwirkung in einem Butoh-Ensemble setzte er seine Ausbildung bei Etienne Decroux in Paris fort. Nach seiner Rückkehr nach Japan übernahm er die Leitung des Japanischen Forschungsinstituts für Pantomime und war seither neben seiner eigenen künstlerischen Arbeit - mit Aufführungen in ganz Japan, aber auch in Europa - mit der Verbreitung dieser Kunst und Ausbildung des Nachwuchses befasst. Mehr als 1500 Schüler hat er bereits ausgebildet. Gegenwärtig gibt er vier bis fünf Mal im Jahr Pantomime-Aufführungen.
In Darbietungen "Der Flößer vom Kiso-Fluss", "Requiem" und "Der Reisende von Tsugaru" geht es um Achtsamkeit gegenüber der Natur und Aufmerksamkeit gegenüber dem eigenen Innern.
In Zusammenarbeit mit der Botschaft von Japan in Berlin
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Freitag, 18. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Ein Fest für Nazım"-
Company Hamburg.
in deutscher Sprache
Eine Literatur-Performance zum 100. Geburtstag des Dichters Nazım Hikmet mit Mitwirkenden aus Spanien, Griechenland, der Türkei und den USA.
Regie: Telat Yurtsever
Musik: Fuat Saka
Darstellerinnen: C.Topoulos, J.Preuss, V.M.Thinnes, F.Solak, A.Kılıç
Material der Inszenierung sind Passagen aus Gedichten von Nazım Hikmet und Briefe zwischen Hikmet und den drei wichtigsten Frauen in seinem Leben - Münevver, Piraye und Vera. Die Briefe Nazıms laut lesend oder seine Gefängnispost an sich selbst vortragend, lassen die Gefährtinnen Hikmets ein poetisches Universum entstehen.
Samstag, 19. Oktober,
Sonntag 20.Oktober 2002
Jeweils 20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Bir şehir Bir şair - Eine Stadt ein Dichter" - Ahmed Arif
in türkischer Sprache
Musik-Theater in türkischer Sprache über das Leben des türkisch-kurdischen Dichters Ahmed Arif aus Diyarbakır
Eine Koproduktion des Rast Theater Amsterdam und des Stadttheaters Diyarbakır-Türkei
Mit Unterstützung durch die Botschaft der Niederlande in Berlin
Konzept: Celil Toksöz
Regie: Mahir Günşiray
Design: Claude Leon
Script: Vedat Çetin
Musikalische Beratung : Nizamettin Arıc
Spieler und Musiker: Celil Toksöz, Sibel Altınbaş, Sevil Aydın, Hatice Eren, Yılmaz Kurttekin, Murat Daşlık, Celal Yürük
Im Mittelpunkt von Ahmed Arifs Dichtungen steht die Sehnsucht nach seiner Geburtsstadt Diyarbakır, gleich der nach einer unerreichbaren Geliebten, im Südosten der Türkei.
Die musikalische Vorstellung mit drei Musikern aus Diyarbakır und vier türkischen Schauspielern aus Holland handelt von Heimweh, Verlangen und Entfremdung, einer Brücke zwischen Ost und West; vom traditionellen Leben im Osten der Türkei sowie vom Leben der Migranten in den Metropolen Westeuropas.
Dienstag, 22. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Hebbel Theater
"Sevda Ateşten Bir Gömlek - Liebe ist ein Hemd aus Feuer"
Lieder von Nazım Hikmet
Solist und Komponist: Hasan Yükselir
Pianistin: Lala Issakova
Violin: Barbara Sadowski
Alto Sax: Friedmann Matzeit
Kontrabass: Martin Lillich
Perc: Michael Griener
Was für Spanien F. Garcia Lorca, für Deutschland B.Brecht und für Frankreich J.P. Sartre ist, verkörpert für die Türkei Nazım Hikmet.
Nazım Hikmet verbrachte 17 Jahre seines Lebens in türkischen Gefängnissen - nicht aufgrund einer begangenen Straftat, sondern weil er ein sozialkritischer Schriftsteller war und in seinen Texten die Anerkennung von Würde und Gleichberechtigung der Menschen einfordert.
Hasan Yükselir nimmt den 100. Geburtstag von Nazım Hikmet zum Anlass, Gedichte des Künstlers, die den Trennungsschmerz, die Sehnsucht und Erlebnisse während seiner Gefängnisaufenthalte wiedergeben, in seinem Konzert darzubieten.
Mittwoch, 23. Oktober 2002
19.00 Uhr
Premiere
im Ballhaus Naunynstraße
"Groß raus!"
Eine fantastisch-musikalische Geschichte rund um HipHop, um Freundschaft und Verrat, um Kommerz und Selbstbestimmung.
Ein Theaterstück der Projektgruppe Naunynritze
Regie: E. Streitberger
Co-Regie: Annette Hartmann
Leitung Breakdance: J. S. Parraguez, Deniz Bax
Ton & Koordination: J. G. Mata
Gefördert von Civitas, Stiftung Demokratische Jugend
Ein Hinterhof: Hier treffen sich Jugendliche, um zusammen ihrer Leidenschaft nachzugehen: Basketball und HipHop! Der Platz ist eng, der Traum dafür umso größer: Eine gemeinsame Gruppe und Auftritte in ganz Berlin. Sie erobern sich einen eigenen Raum mitten in Kreuzberg: Ein Trödelladen bietet Platz für alle Wünsche und Bedürfnisse, Freiraum für alle HipHop-Begeisterten. Trotz völlig unterschiedlicher Nationalität und kultureller Identität wachsen die Jugendlichen zusammen. Was sie vereint, ist die Musik und ihr Wunsch, gemeinsam Erfolg zu haben. Ein Produzent wird aufmerksam. Raffiniert umgarnt er einen Rapper mit Versprechungen und Angeboten. "Groß raus!" wer möchte das nicht?
Donnerstag, 24. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Bahnhofsgeflüster - die Begegnung ist der Anfang der Trennung"
in deutscher Sprache
Theaterstück von Jaime Tadeo Micán
Regie/Choreografie: Jaime Tadeo Micán
Rhythmik/Chor: Annunziata Matteucci
Kostüme: Telma Savieto
Maske: Molino
Bühnenbild: Ralf-Rainer Durigo, Molino
Musik & Ton: Torsten Funk
Darstellerinnen: C.Barth, I.Brand, R.R.Durigo, S.Kharitoniouk, K.Knybba, J.Litta, N.Markazi, J.Moser, C.Neubauer-Dorsch, C.Ródenas, P.Serrano, J.Zander
Die Inszenierung basiert auf dem japanischen Noh-Theater-Stück "Hanjos Fächer" in Yukio Mishimas moderner Version "Die getauschten Fächer". Eine Kerngeschichte über eine Geisha, die über dem vergeblichen Warten auf ihren Geliebten wahnsinnig wird, wird vom Zwischenspiel westlicher Theaterfiguren unterbrochen. Auf einem Bahnhof als Handlungsort begegnet die Wartende diesen Figuren, deren Spiel die Vielfalt menschlichen Liebens reflektiert.
Freitag, 25. Oktober 2002
20 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
Präsentation Dogtroep Amsterdam
Musik
Dogtroep ist eine internationale Gruppe von Musikern, Künstlern, Theatermachern, Video-Artisten, Schauspielern und Technikern, die in der ganzen Welt Theatervorstellungen aufführen. Dogtroep hat eine eigene Art von Theater entwickelt, ein Theater, das Energie generiert und die alltägliche Realität kommentiert.
Die Vorstellungen werden beinahe ausschließlich vor Ort produziert und gespielt, wie z.B. Aufführungen in einem Gefängnis in Belgien, in einem Krankenhaus in Groningen, in einem Schiffsterminal in Amsterdam. Es wird gerne mit lokalen Künstlern gearbeitet, kaum Text gebraucht; eine Fachmannschaft mit Fantasie und Lust zum Experimentieren ist gefragt.
Im September 2003 wird Dogtroep ein Projekt realisieren, für das Mitwirkende aus Berlin gesucht werden.
Interessenten können sich an "Diyalog" wenden.
Samstag, 26. Oktober 2002
im Ballhaus Naunynstraße
Dogtroep Amsterdam
Workshop, Probespiele
Sonntag, 27.Oktober 2002
14.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Dünyayı çocuklara verelim, bir günlük de olsa - Lasst uns die Welt den Kindern geben, auch wenn es für einen Tag ist".
in deutscher und türkischer Sprache
Kinderprogramm
Schüler der Aziz-Nesin-Grundschule (Türkisch-Deutsche Europa-Schule in Berlin-Kreuzberg)
präsentieren Gedichte von Nazım Hikmet.
In Zusammenarbeit mit Diyalog
Dienstag, 29. Oktober 2002
20.00 Uhr
im Hebbel Theater
Konzert mit Timur Selçuk aus Istanbul
Timur Selçuk, Sänger, Dirigent und Komponist, gehört zu den bekanntesten Künstlern der Türkei. Nach seinem Studium an der "Ecole Normale de Musique de Paris" kehrte er in die Türkei zurück und wurde zum Wegbereiter der politischen Liedermacher seiner Heimat. Mit seinen türkischen Chansons erstürmte er immer wieder die Hit-Listen. Er ist Gründer und Dirigent des ıstanbuler Kammerorchesters, machte zahlreiche Theater- und Filmproduktionen. Bei diesem Auftritt wird Selçuk auch Lieder interpretieren, die er zu Nazıms Gedichten komponierte.
Mittwoch 30. Oktober 2002 Premiere
Donnerstag, 31. Oktober 2002
Jeweils 20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Mein Dasein als Möglichkeit für dein Sein"
in türkischer, deutscher, englischer und flämischer Sprache
Company Shemshamer Berlin
Idee und Regie: Necla Kaya
Darstellerinnen: Hülya Duyar, Katelijne Philips-Lebon, Cem Sultan Ungan, Marie-Hélène Echard, Necla Kaya
Bühne: Maja Zogg
Kostüme: Necla Kaya
Produktion: Susanne Vogt
Auf Flughäfen und Straßen begegnen sich die Protagonisten.
Was sie verbindet, ist ihre Reise durch die Vergangenheit, eine Reise in die eigene Zukunft, irgendwo zwischen Erinnerung, Sehnsucht, Abschied und Wiedersehen. Eine Reise ohne Ankunft. Gefangen in der eigenen Sprache, Gestik und Wahrnehmung bleibt jeder in den Grenzen seiner eigenen Welt und seiner Vorurteile gegenüber dem Fremden. Die Konfrontation mit dem Fremden ist aber permanent, denn die Fortbewegungsmöglichkeiten des Menschen sind weiter und schneller denn je. Das Spiel führt Vorurteile über Völker, Glaubensrichtungen, Gruppen und Lebensweisen ins Absurde. Die Grundlage des Stücks bilden persönliche Erlebnisse und Texte von "Reisenden".
Freitag, 1. November 2002
20.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
"Türkülerimizden Korkuyorlar - Sie haben Angst vor unseren Liedern"
Ein Dokumentarfilm über das Leben von Nazım Hikmet
von Osman Okkan und Dieter Oeckl
Musik - Zülfü Livaneli
60 min.
Der WDR/ARTE- Film, das Ergebnis langjähriger Recherchen, zeigt Leben und Wirken von Nazım Hikmet mit Hilfe von Zeitzeugen und Dokumenten.
Osman Okkan ve Dieter Oeckl'in uzun süren çalışma dönemi sonrası tamamladıkları belgesel film Nazım'ın yaşam öyküsü ekseninde 20. yüzyılın çelişki ve çatışmalarını içeren bir özgeçmiş niteliği taşıyor. Yaşar Kemal, Abidin Dino, Ibrahim Balaban, Sovyet şairi Yevgeni Yevtuşenko ve Nazım'ın Rusya'daki ilk arkadaşı Galina Kolenikovai'nin de aralarında bulunduğu çok sayıdaki kişi Nazım'ı anlatıyor. Belgesel ayrıca Stalin'i eleştirmesi nedeniyle KGB'nin Nazım'a karşı giriştiği suikastı gün ışığına çıkarıyor.
Samstag, 2. November 2002
Ab 21.00 Uhr
im Ballhaus Naunynstraße
Abschlussfest mit Fuat Saka und seiner Band, Istanbul
Yurt dışında uzunca bir süre müzik eğitimi alan Fuat Saka, 20 yıllık sürgün yaşamında Almanya, Fransa ve Danimarka´da uluslararası müzisyenlerle çalıştı. Tiyatro ve film müziklerinin yanında sayısız solo konserler verdi; Türkiye´nin gururla izlediği "Sultans of the Dance´in" Karadeniz bölümünün müziğine imzasını atan Saka, halen grubu ile müzik yaşantısına Türkiye´de aktif olarak devam etmektedir.
Die Musik zum Stück "Sultans of Dance", das nahtlos an die Erfolge großer Tanzshows anknüpft, kennt fast jeder. Sie trägt Fuat Sakas Handschrift. Der aus Trabzon stammende Musiker ist als überbringer von türkischer Volksmusik seit vielen Jahren über die Türkei hinaus erfolgreich und wird mit seiner Band auch sein Berliner Publikum begeistern.
Anschließend Party mit DJ Çeto
Das Diyalog TheaterFest 2002 findet statt mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, des Ballhaus Naunynstraße (Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin), des Hebbel Theaters, der Botschaften Japans und der Niederlande in Berlin und der Friedrich-Ebert-Stiftung.
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