Diyalog TheaterFest 2004
Zum 9. Mal
10.11. - 27.11.2004

im Ballhaus Naunynstraße
Naunynstraße 27, 10997 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 - 90298 6647
Fax: 030 - 90298 6655
Email: diyalog.fest@berlin.de
Site: www.theater-diyalog.com
Reservierungen: 030-90298 66 44
Info: 030 -90298 6647



Veranstaltungskalender






Mittwoch, 10. November 2004
20.00 Uhr
Eröffnungsfeier
Die am Fest beteiligten Gruppen stellen sich an Infoständen vor.

Büffet: Hasır Restaurant

Donnerstag, 11. / Freitag, 12.
November 2004
Jeweils 20.00 Uhr
"FERNANDO KRAPP BANA MEKTUP YAZMIŞ"
Akbank Kültür Sanat Merkezi Prodüksiyon Tiyatrosu-Istanbul

  • Gerçek üstüne bir deneme
    Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben
  • Ein Versuch über die Wahrheit Von Tankred Dorst
  • Dünya tiyatro yazınının seçkin adlarından Tankred Dorst'un, dünya edebiyatının yine seçkin bir yazarı, Miguel de Unamuno'dan uyarladığı Fernando Krapp Bana Mektup Yazmış adlı oyun, AKSM Prodüksiyon Tiyatrosunun ilkelerine uygun olarak, Türkiye´de ilk kez sahnelendikten sonra şimdi de Almanya´da…
    …Kaynağı biraz kuşkulu da olsa parasını pulunu ve insanların zayıf noktalarını yakalayıp kullanmaktaki hüneriyle her istediğini elde eden, dünyanın kendi etrafında döndüğünü, dahası dönmesi gerektiğini düşünen biri; Fernando Krapp. Seçkin Selvi / Milliyet Sanat.

    Bu oyunda sanki bildik insanlar var karşımızda… Çevremizde oyundaki kişilerin hepsi, hem de yüzlercesi var gibi… Ama gerçekten tanıyor muyuz onları? Ilk bakışta zannettiğimiz gibi mi herşey? Acaba onlar gerçekten onlar mı? Ya duygular? Aşk, sevgi, nefret, kıskançlık, sahip olma duygusu, fedakârlık, hayranlık ve diğerleri… Kısacık bir oyuna tüm bu soruların yanıtları sığdırılabilir mı? Unamuno, Dorst ve AKSM Prodüksiyon Tiyatrosu ekibi bir olup galiba bunu başardılar.

    Dieses Stück kann man als Geschichte einer Gehirnwäsche ansehen. Oder als Frage: Bestimmt der, der die Macht hat, auch das, was die Wahrheit ist? Als die Frau ihrem Mann sagt: "Ich betrüge Dich", antwortet er, dass dies unmöglich ist. Fernando Krapps Reaktion ist weder Eifersucht noch Zorn, sondern maßlose Selbstüberschätzung. Er ignoriert die Realität (ein Bush-Phänomen??) und dreht sie so um, dass seine Frau im Irrenhaus landet. Diese verwirrende Liebesgeschichte nennt Tankred Dorst einen "Versuch über die Wahrheit". Nach der Erzählung "Nada menos que todo un hombre" von Miguel de Unamuno

    Regie:Işıl Kasapoğlu
    Übersetzung: Zeynep Avcı
    Bühne: Duygu Sağıroğlu
    Kostüme: Canan Göknil
    Musik: Joel Simon
    Licht: Birol Gezici
    Mit:
    Selçuk Yöntem
    Tilbe Saran
    Cüneyt Türel
    Bekir Aksoy

    Dauer 80 Min. / ohne Pause / in türkischer Sprache
    Eintritt 12 / 10 EURO
    www.akbanksanat.com

    Samstag, 13. November 2004
    20.00 Uhr
    SIJF
    spontaneous international jazz friends

    Interpretationen sowohl europäischer als auch orientalischer Musik und internationaler Jazzstandards sowie Eigenkompositionen, die sich in diesem Rahmen bewegen, bieten die SIJF. Der international bekannte Gitarrist Önder Foçan aus der Türkei und die beiden deutschen Spitzenmusiker Stefan Weeke - bass und Ernst Bier - drums geben seit Jahren Konzerte in der Türkei und in Deutschland. 2003 erschien bei dem Berliner Jazzlabel KONNEX ihre CD mit dem Titel No.1. Erweitert wird das Trio durch den phantastischen türkischen Percussionisten Mustafa Boztüy, der die traditionelle orientalische Spielweise zu einer zeitgenössischen, multikulturellen Ausdrucksform weiter entwickelt hat. Eine Band mit vielen verschiedenen kulturellen Horizonten aber einem gemeinsamen Nenner - der Musik.

    Dauer 2 Std. / Pause
    Eintritt 12 / 10 Euro
    www.jazzdrumming.de

    Sonntag, 14. November 2004
    11.00 Uhr
    Prinzessin Marzipan und der Zauberer - ein Kasperlemärchen
    Theater Mirakulum - Puppenkomödie Berlin
    Handpuppen-Spiel nach traditionellen Motiven
    von und mit Thomas Mierau
    ab 3 bis 99 Jahre
    Der böse Zauberer Beulenzopf hat sich als allwissender Sterngucker und Freund beim König Schokolade vom Königreich Zuckerkant eingeschlichen und sein Vertrauen errungen. Doch Kasper und die Zuschauer kommen ihm schnell auf die Spur. Er suchte nämlich nur die Nähe des arglosen und liebenswürdigen Königs, um seine Tochter, die Prinzessin Marzipan, zu entführen. Sein Plan ist es, sie zu heiraten und seine Macht zu erweitern. Als das aber heraus kommt, wird der sonst so lustige König sehr traurig. Doch Kasper verspricht ihm die Prinzessin zu befreien und sie unter allen Umständen wieder zurück zu bringen. Mit seinen Inszenierungen, die technisch von der klassischen Handpuppe über die orientalische Stabschemen-Puppe bis hin zur experimentellen Marionette Vielseitiges und Virtuoses bieten, will Thomas Mierau, ein ausgebildeter Puppenspieler, Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen künstlerischen Genuss und Inspiration bieten, Kommunikation in Gang setzen und ästhetisch-aufklärerisch wirken.

    Dauer 50 Min. / ohne Pause / in deutscher Sprache
    Eintritt 7 / 5 EURO
    www.mirakulum.de

    Dienstag, 16. November 2004
    20.00 Uhr Premiere
    Der Traum ein Leben Theaterlaboratorium Interval Berlin
    Von Franz Grillparzer
    Leitung: Jaime Tadeo Mikán

    Grillparzers Stück diagnostiziert scharfsinnig die Seelenlage des modernen Individuums im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Macht und Ruhm einerseits und der Sehnsucht nach einem inneren 'Zuhause' andererseits. Besondere Aktualität gewinnt das Stück in der heutigen globalisierten Welt in der tradierte Wertesysteme ihre Allgemeingültigkeit verloren haben und der Einzelne den eigenen Standpunkt in der Komplexität der modernen Gesellschaft selbstverantwortlich herausfinden/ausloten muss.

    Mit: Christine Heimannsberg, Katjia Luxenbourg, Maria Gundolf, Stephanie Hecht, Tanja Stegmaier, Franziska Krumwiede, Bettine Beer, Stephan Fischer, Tom Hoffmann, Wolfgang Gundacker, Frank Fiedler, Nico Hecht
    Musik: Wolfgang Bley Blokowsky, Sebastian Hilken Mila
    Ausstattung: Rolando Rassmusen

    Podiumsdisskusion nach der Premiere über die Möglichkeiten in der heutigen Gesellschaft neue Wege zu gehen, Täume lebbar zu machen. Visionen, Konzepte, Erfahrungen.

    Mit Prof.Dr.Peter Grotian, Prof.Barbara Strohschein, Andreas Freudenberg, Jaime Tadeo Mikán.
    Moderation: Britta Geithe

    Dauer ca. 2 Std. / Pause / in deutscher Sprache
    Eintritt 12 / 10 EURO
    www.jaime-tadeo-mikan.de

    Mittwoch, 17. November 2004
    20.00 Uhr

    Performales Laboratorium Berlin - Visuelles Körpertheater
    Nach dem Barbier von Bagdad

    Das Performale Laboratorium entwirft eine bizarre Perspektive auf den Orient als Ort des Geheimnisses, der Sehnsucht und der Phantasie. Dem gegenüber steht die heutige mediale Wirklichkeit, die "Orient" als Krisenherd, Ort des Terrors und des Fundamentalismus präsentiert. Bei dem Versuch, sich den Orient begreiflich zu machen, stoßen drei Darstellerinnen auf die Oberflächen dieser Klischees. Die Welt des romantischen Orients und die heutigen Bilder bleiben Wahrnehmungen des Außenstehenden. Die Figuren begeben sich in die Welt des Harems, an den Ort des Martyriums, auf einen Bazar, zum Aufmarsch des Militärs und in den Wunsch zu sterben, immer wieder von den eigenen Schatten verfolgt. Das Vorgehen, ein Abbild des Abbilds zu schaffen, wird mit absurden Mitteln überzeichnet, denn wir wissen nicht was der Orient ist, aber wir haben eine genaue Vorstellung davon.

    Regie/Choreografie: Kurt Knäpper Mit: Stefanie Schwenkler, Katrin Gödeke, Joe Mehlhose Cello: Heidrun Schlegel Projektionen: Ute Freitag Bühne/Kostüm: Corinna Vosse

    Dauer 70 Min. / ohne Pause
    Eintritt 12 / 10 EURO

    Donnerstag, 18. November 2004
    20.00 Uhr
    Keşanlı Ali Destanı
    Arkadaş Theater Köln
    Die Ballade von Ali aus Keşan
    Musical in türkischer Sprache
    Von Haldun Taner
    Büyük usta Haldun Taner 60´lı yıllarda yazdığı bu oyunda, köyden şehire göçü ve bununla birlikte ortaya çıkan sosyal, etnik ve sınıfsal çelişkileri anlatıyor. İşte Sineklidağ da, tüm bu çelişkilere sahne olan mahallelerden biridir. Çingenesi, Lazı, Kürdü, Boşnağı ve diğer göçmenleriyle; kader yoldaşlarını birarada tutan bir gecekondu mahallesi. Başkasının işlediği cinayetle hapse giren ve istemeden kabadayı olan Keşanlı Ali, hapisten çıkınca her türlü haraç ve rüşvetten bıkan mahallelinin kurtarıcı umudu olur. Ancak onun da değiştirebileceği pek bir şey yoktur.

    Ali kommt aufgrund einer Intrige ins Gefängnis. Er soll einen Mafiaboss ermordet haben, der mit seinen kriminellen Aktivitäten den gesamten Stadtteil auf brutale Weise tyrannisiert hatte. Nach seiner Entlassung wird er als Volksheld gefeiert. Die Bewohner von Sineklidağ erhoffen sich von ihm die Lösung anstehender Konflikte und ernennen ihn zum Bürgermeister des Stadtteils. Aber die Zwistigkeiten erweisen sich als übermächtig, die Probleme werden nur verschoben. Liebe, Hass, Eifersucht, Schmiergeld und Kriminalität bleiben an der Tagesordnung.
    Das Stück ist ein Meisterwerk des bekannten türkischen Dramatikers Haldun Taner.

    Regie: Engin Akçelik, Vedat Erincin
    Regieassistenz: Aydın ısık
    Musik: Erdal şahin
    Kostüme: Figen Canatalay
    Licht: Atilla Özendes
    Bühne: Claudia Menten

    Dauer 90 Min. / Pause / in türkischer Sprache
    Eintritt 12 / 10 EURO
    www.arkadastheater.de




    Freitag, 19. November 2004
    20.00 Uhr
    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
    von Eric-Emmanuell Schmitt
    Das Stück ist Teil einer Trilogie über die "verbindende Spiritualität" der großen Weltreligionen. Eine religionsübergreifende Parabel über Toleranz, Weisheit und Fatalismus, Herzensgüte und eine ungewöhnliche Freundschaft. Eric-Emmanuel Schmitt erzählt die Geschichte von Moses, einem jüdischen Jungen aus Paris, und Monsieur Ibrahim, einem Araber, der im Viertel hinter der Bastille einen Kolonialwarenladen besitzt. Doch bis die beiden sich näher kommen, muss einiges geschehen, denn Moses klaut regelmäßig in Monsieur Ibrahims Laden. Doch statt den Jungen dafür zu bestrafen, beginnt Monsieur Ibrahim ein Spiel mit ihm, und nach und nach beginnen sie einander zu vertrauen …
    Regie: Ali Jalaly
    Mit: Christian Schramm und Vedat Erincin

    Dauer 75 Min. / ohne Pause / in deutscher Sprache
    Eintritt 12 / 10 EURO www.arkadastheater.de

    Samstag 20. November 2004
    20.00 Uhr
    To Tavli - Backgammon
    Deutsch Griechisches Theater Köln
    von Dimitris Kechaidis Dimitris Kechaidis gehört zu den bekanntesten und meistgespielten griechischen Theaterautoren. Die Handlung der Originalfassung des Stückes spielt sich in einem der vielen Hinterhöfe der traditionellen Stadtviertel Athens ab. Das Deutsch Griechische Theater hat das Stück neu bearbeitet und aus den Helden zwei arbeitslose Migranten gemacht. Gewidmet ist diese Fassung allen Migranten, die ihren Träumen von Erfolg und Glück folgten… Die Welt der Illusionen, der Träume und der Phantasie ist das Bindeglied zwischen den beiden Protagonisten Fontas und Kolias… Zwei gesellschaftliche Verlierer, die ihre Zeit mit dem Tavli-Spiel verbringen. Während des Spiels reisen sie in eine Welt, in der sie sich selbst darstellen, zusammen lachen, weinen, sich zanken, necken und miteinander raufen. Am Ende des Tages stehen sie trotzdem versöhnt vom Spielbrett auf und verabschieden sich von ihrem heiligen Ort.

    Regie und Bearbeitung: Kostas Papakostopoulos
    mit: Vassilis Nalbantis und Nikos Goudanakis

    Dauer 80 Min. / ohne Pause / in griechischer Sprache
    Eintritt 12 / 10 EURO
    www.dgt-koeln.de

    Sonntag, 21. November 2004
    15.00 Uhr
    Lena in der Wüste
    Grips Theater
    Eine Ensembleproduktion für Menschen ab 5
    unter Mitarbeit von Volker Ludwig

    Der blöde Touristenbus hat Lena bei einer Pinkelpause einfach vergessen. Von wegen schöne Ferien. Jetzt steht sie da, mitten in der Wüste, mit ihrem kleinen Rucksack und sonst nichts. Lena hat Angst und weiß nicht mehr weiter, und als in der Ferne ein Junge auftaucht, wird alles noch viel schlimmer. Oder nicht? Ohne dass die beiden miteinander reden können, kommen sie sich allmählich näher, misstrauisch und fasziniert gehen sie aufeinander zu, ohne zu wissen, was diese Begegnung für Folgen hat.

    Regie: Frank Panhans
    Mit: Kenn Phillips und Regine Seidler
    Bühne: Tom Presting
    Kostüme: Polly Matthies
    Musik: Martin Fonfara

    Dauer 60 Min. / ohne Pause / in deutscher Sprache
    Eintritt 7 / 5 EURO
    www.grips-theater.de

    Dienstag, 23. November 2004
    20.00 Uhr
    Der Vergessene
    Eine Produktion des Theaters GITANIC
    (Uraufführung)
    Nach Oğuz Atay und Helga M. Novak

    "Wer sich vorher alle Schrecken der Fremde ausmalt, der sitzt noch in seiner Stadt, wenn sie brennt." Texte von Oğuz Atay, Helga M. Novak und Interviews mit unfreiwillig Reisenden, mit Flüchtlingen, bilden die Grundlage dieser Inszenierung. Wir begegnen einer Frau, die auf dem Dachboden ihres Hauses die Erinnerung wiederfindet. Einem unfreiwillig Reisenden, der versucht, endlich anzukommen. Und einer Buchhändlerin am letzten Abend vor ihrer Flucht. Die Frage: "Wie überleben?" steht im Mittelpunkt, um den herum die Schauspieler eine Art Traumteppich weben. Seine Farben sind Hoffnung, Angst, Abschied - und das Vergessen.

    "Yabancı diyarların dehşetini hayal edip duran insan, yangınlar dört bir yanı sarsa da kentini terkedemeyecektir." "Unutulan" Oğuz Atay'ın ve Helga M. Novak'ın metinleri ve gönülsüz yolcularla yapılan söyleşiler üzerine kurulan bir oyun. Evinin tavanarasında, unuttuğu hayatıyla yüzleşen bir kadın. Nihayet bir yere varmaya çalışan bir gönülsüz yolcu. Ve kaçışından önceki son akşamını yaşayan bir kitapçı. "Nasıl hayatta kalacağız?" sorusunda buluşan üç insan. Ve bu soruyu, bir düşler dünyasının renkleriyle donatan üç oyuncu. Umudun, korkunun, vedanın, gülüşün ve unutuşun renkleriyle.

    Regie: Recai Hallaç
    Mit:
    Necla Kaya, Maja Otten & einem unfreiwillig Reisenden als Gastschauspieler
    Licht, visuelle Gestaltung: Gün
    Kostüme: İsmet Ergün

    Dauer 90.Min. / ohne Pause / in deutscher Sprache
    Eintritt 12 / 10 EURO

    Donnerstag / Freitag 25. / 26. November 2004
    Jeweils 20.00 Uhr
    Ali Poyrazoğlu "Ödünç Yaşamlar"

    Eintritt 12 / 10 EURO

    Samstag, 27. November 2004
    Diyalog Abschlussfest
    21.00 Uhr
    SULTAN TUNÇ & ORIENTAL GROOVE ORCHESTRA
    Sultan Tunç ist Sinnbild für den modernen Türken des 21. Jahrhunderts. Die Musik des Deutschtürken klingt wie das Liederbuch aus 1001 Nacht. Voller Selbstbewusstsein zeigt er das Aufeinandertreffen der Kulturen. Die "world music" erklingt in einem ganz neuen Kontext. Traditionelle Rhythmen gesellen sich zu den Clubsounds europäischer Metropolen und es entsteht eine neuartige, bisher nicht gehörte Melange.
    after-concert-party mit dj O-KAN & Friends
    Eintritt 10 Euro

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